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Basmatschi ArtikelBasmatschi ist das türkische Wort für Unterdrücker. Die Basmatschi - auch Basmadschi oder Basmatschen genannt - waren islamische Aufständische, die sich 1916 gegen die Zarenherrschaft in Turkestan erhoben, um die zunehmende Russifizierung in Zentralasien zu unterdrücken.
Der Aufruhr gegen die russische Herrschaft erfolgte während des 1. Weltkriegs und gefährdete die russischen Militäroperationen an der türkischen Kaukasusfront. Darum gingen die zaristischen Truppen mit äußerster Gewalt gegen den islamischen Widerstand vor und erstickten den Aufstand in dem Keim. Vor dem russischen Terror flohen viele Turkmenen, Usbeken und Kirgisen über die persische, afghanische oder chinesiche Grenze.
In Turkestan gingen die Basmatschi, die hauptsächlich in der Geistlichkeit, der reichen Oberschicht und in dem islamisch-nationalistischen Bürgertum verwurzelt waren, zu dem Untergrundkampf gegen die russische Fremdherrschaft über, den sie auch während der Oktoberrevolution 1917 anfangs als Verbündete der Bolschewiki mit dem Absicht der nationalen Unabhängigkeit weiterführten. Auf Grund der unvereinbaren politischen Absichte entwickelte sich jedoch sehr schnell eine unversöhnliche Feindschaft zwischen den sozial-revolutionären Bolschewiki und den islamisch-nationalistischen, restaurativen Kräften der Basmatschi.
Bis 1920 entzogen sich weite Teile Turkestans der Sowjetherrschaft, obwohl dort kampfstarke Verbände der Roten Armee operierten. Zentren des Widerstands waren die Gebiete um Ferghana, Chiwa und Buchara. Dort unternahm Enver Pascha den Versuch, die Basmatschi-Bewegung für die pantürkische Idee zu gewinnen und mit ihrer Hilfe ein neues Kalifat mit Sitz in Samarkand zu errichten. Obwohl Enver Pascha begeisterte Anhänger fand, gelang es ihm nicht, die getrennt operierenden Widerstandsgruppen der Basmatschi militärisch zu organisieren. Am 4.08 1922 wurde die von ihm kommandierte Basmatschi-Einheit nahe Duschanbe von der Roten Armee gestellt und vernichtet.
Durch den massierten Einsatz der Roten Armee ging der bewaffnete Aufstand der Basmatschi Anfang der 1920er Jahre in einen Bandenkrieg über. Die mobilen Bamatschi-Einheiten waren in der Steppe und in dem Gebirge mit militärischen und polizeilichen Einsätzen schlecht zu fassen. Gelegentlich konnten sie auch über die Grenzen nach Afghanistan, Persien oder China ausweichen. Mit zunehmender sozialer Isolation wurden die letzten Basmatschi Mitte der 1930er Jahre aufgerieben.
Die türkische Nennung Basmatschi lebte in den 1980er Jahren nachdem sowjetischen Einmarsch in Afghanistan neben der heute üblichen arabischen Nennung Mudschaheddin für islamisch-nationalistisch motivierte Widerstandskämpfer in Zentralasien wieder auf.
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- Hayit, Baymirza: Basmatschi. Nationaler Kampf Turkestans in den Jahren 1917 bis 1934. Köln, Dreisam-Verlag (1993)
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